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38. Oberländischer Kunstturnertag 2011, Uetendorf
17.06.2011 18.00 Eigerturnhalle
Treffpunkt des Elite-Teams der Kunstturnerabteilung. Mit sieben Mann stark bewaffnet, nehmen wir Kurs auf Uetendorf. In der Riederen-Turnhalle stossen wir noch auf Verstärkung von sechs tapferen Turnern vom TV Uetendorf und zwei Kraftfahrzeugen.
Unser gemeinsames Ziel ist die um 20.45 beginnende Kinovorstellung von Hangover 2. Bis dahin müssen alle benötigten Geräte in die Bach-Turnhalle transportiert werden. Das Wetter hat sich gegen uns verschworen und macht uns die Arbeit nicht leichter.
20:30 trotz unermüdlichem Einsatz ist noch kein Ende in Sicht.
Mist. Die Kinovorstellung fällt wortwörtlich ins Wasser.
21:15 Die Festwirtschaft ist betriebsbereit. Yes.
21:30 Nach getaner Arbeit offeriert uns der Wirt Cervelat mit Chips und Brot.
Um uns optimal auf den morgigen Tag vorzubereiten, beschliessen wir, noch ein kühles Blondes zu uns zu nehmen.
18.06.2011 06.00 Bett
Mein Wecker riss mich aus meinen Träumen! Die Nacht war doch kürzer als ich mir erhofft hatte.
Das Wetter war perfekt. Leichte Nebelschwaden zogen über die Turnhalle und es regnete in strömen. Wie sonst wollte man diesen Tag verbringen, wenn nicht in einer Turnhalle?
07.00 als ich die Turnhalle betrat, waren zu meinen Gunsten noch nicht alle meiner Schützlinge anwesend. Ich entschied mich zu einem koffeinhaltigen Heissgetränk.
Motiviert wie immer, wendeten sich meine Turner dem Einturnen zu. Als sie die Dehnübungen beendet hatten, begaben wir uns zu den Geräten. In einer gut halbstündigen Aufwärmphase konnten wir noch alle schwierigeren Teile einmal üben. Meine Mannschaft - bestehend aus Dominik, Janik und Sander - nahmen in der Kategorie EP (Einführungs Programm) teil.
Der Wettkampf hat begonnen. Unser erstes Gerät hiess Sprung. Janik und Sander zeigten je zwei solide Hechtrollen. Dominik versuchte sich in der nächst höheren Stufe und landete beim Versuch eines ersten Saltos auf dem Hinterteil und beim zweiten Mal auf den Knien, was ihm nicht die erhoffte Note bescherte. Nach einem „Dextro Energy“ konzentrierten wir uns auf den Rest des Wettkampfes. Sander verhalf mir zu einem persönlichen Höhepunkt. Am hohen Reck turnte er das erste Mal eine Felge rückwärts ohne meine Hilfe. Juhuuuuu! Der Rest des Wettkampfes verlief wie erwartet. Nach Beendigung des ersten Durchgangs stand eine kleine Umbaupause bevor. Schlussendlich erreichte Janik Stoller mit 66.2 Punkten den 21. Rang. Nur 0.5 Punkte hinter den Auszeichnungen. Für Dominik Scheidegger gab es mit 63.95 Punkten den 25. Rang. Mit 54.9 Punkten wurde Zurbuchen Sander auf dem 25. Rang klassiert.
11.00 Wettkampfbeginn der Königsklasse P6
Der Titelverteidiger Remo Brechbühl begann seinen Wettkampf am Boden.
Nach einem missglückten Doppelsalto vorwärts musste die Bodenbahn repariert werden. Nicht der erhoffte Wettkampfstart. Doch Remo liess sich nicht aus seiner Ruhe bringen. Am Pferd-Pauschen zeigte er eine geglückte Uebung.
An den Ringen verlor er mit der einen Hand den Griff. Nach einem schönen Sprung und einer schönen Barrenübung verlor er am Reck während einer Riesenfelge den Halt und prallte mit vollem Schwung in die Bodenverankerung. Mit diesem Sturz versetzte er die Zuschauer in Angst und Schrecken!
Die Konkurrenz schlief nicht und so wurde Remo am Schluss noch 3.
Den Titel holte sich Ivan Thomi vom TV Oberdiessbach mit 76.4 Punkten.
Wettkampfbeginn P 1+2
Insgesamt nahmen 6 Turner vom TV Thun in diesem Durchgang teil.
Nick Lehmann zeigte zum 1. Mal seinen hart trainierten Salto rückwärts am Boden. Es wurden viele Elemente nicht geturnt, weil der Trainingsaufwand einfach zu knapp war. Das bescherte Nick den 11. Rang mit 50.25 Punkten und Fabrice den 12. Rang mit 47.2 Punkten.
Im P1 gelang Dimitijevic David eine Auszeichnung mit 68.1 Punkt auf dem 8. Rang. Meier Jonas verpasste sie um 1.8 Punkte und wurde 12.
Die P1 Gruppe holte sich jedoch in der Teamrangierung noch den 2. Platz
Nachdem der Wettkampf beendet war und alle Geräte wieder an ihrem Platz verstaut waren, entschieden sich die wirklich hart gesottenen, den Abend im Kino ausklingen zu lassen.
Remo Beutler
