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Wanderwoche vom 20. - 27. August 2006 in Davos
Männerriege Lerchenfeld (Senioren)
Nur gerade drei Frauen und drei Senioren der MRL waren für die Wanderwoche noch fix angemeldet. Von zwei Personen erhielt unser Wanderleiter Charles Kilchenmann gesundheitshalber leider eine Absage. Der Pischa-Hotelbus erwartete uns bereits beim Eintreffen des Zuges in Davos-Platz. Wir wurden in das uns bekannte Hotel chauffiert, welches wir schon vor sechs Jahren für eine Wanderwoche auswählten und das unseren Wünschen gut entsprach. Trotz trübem Wetter wollten wir uns noch etwas "bewegen". So machten wir einen Dorfbummel, besichtigten den schönen Kurpark mit den vielen Blumen und waren auch kurz im Eisstadion. Vor dem Begrüssungs-Apéro reichte die Zeit noch für einen Saunabesuch, dann folgte das Dîner, serviert von der stets gut gelaunten Patricia. Obwohl die Wettervorhersage für die kommende Woche regnerisches Wetter prognostizierte, waren wir gut gelaunt und zuversichtlich.
Montag: Der Morgenregen liess nach, als wir entlang dem Davosersee nach Laret wanderten. Im Wald begegneten uns fast zahme Eichhörnchen und ich konnte einen Tannenhäher aus nächster Nähe fotografieren. In Laret entschlossen wir uns, mit dem Bus zur Parsennbahn zu fahren und mit der Parsennbahn zur Mittelstation zum Ausgangspunkt der nächsten Wanderung. Wir wählten den Panoramaweg nach Meierhof hinunter und erfreuten uns der schönen Aussicht auf See und Berge. Wie die weiteren Tage kamen wir auch heute wieder recht frühzeitig ins Hotel zurück. Ein gutes Abendessen stand bevor u.a. ein Fleischbuffet mit Kalbshaxen etc. Was uns Männer besonders wichtig war, war die Wahl des Weines. Besonders gut mundete uns der "Meienfelder". Mit einem Verdauungsmarsch ins Dorf und einem Schlummertrunk oder einem Kaffee beendeten wir den ersten Wandertag.
Dienstag: Da im Hotelpreis Bus- und Bahnfahrten inbegriffen waren, beschlossen wir auf das Rinerhorn zu fahren. Von hier aus wanderten wir ins Sertig Dörfli hinunter. Zwar hatten wir nach dem reichhaltigen Morgenessen nie grossen Hunger zur Mittagszeit, doch der Heidelbeerkuchen im Restaurant "Bergführer" mundete uns sehr. Weiter ging's Richtung Clavadel vorbei an einer Menge Pilzen (schöne Fliegenpilze, Butterpilze, Zigeuner u.a.m.)
Mittwoch: Und wieder lockte es uns bei diesem schönen Wetter mit der Bahn in die Höhe zu fahren. Die Parsennbahn brachte uns auf das 2662m hohe Weissfluhjoch. Ich stieg noch weiter hinauf auf den Gipfel auf 2844m. Gemeinsam wanderten wir hinab zur Parsennhütte. Hier oben sahen wir nicht nur die schönen Berge und die grünglänzenden Serbentinit-Steine, das ganze Gebiet ist eine grosse Baustelle. So wird ein Riesenstaubecken von 95'000m3 gebaut, eine grosse Pumpstation, Strom- und Wasserleitungen für die vielen Schneekanonen etc. Ein x-Millionen Projekt für Skifahrer! Nach einer Stärkung auf der Parsennhüttenterasse wanderten wir weiter auf dem Panoramaweg zum Gotschnagrat. Mit der Bahn fuhren wir wie geplant hinunter nach Klosters und weiter nach Davos.
Donnerstag: Vom Hotelzimmer-Balkon sah man hinüber auf die Ischalp und auf das Jakobshorn unserer heutigen "Obsi-Wanderung", mit einer Höhen-differenz von 660m. Nach der verdienten Pause und Stärkung im Restaurant fuhren wir hinunter nach Ischalp und wanderten hinüber zur Clavadeleralp und hinunter nach Clavadel zur Busstation. Wir freuten uns auf das Abendessen und auf das Dessertbuffet, das uns auch in keiner Weise enttäuschte.
Freitag: Da es in der Nacht etwas regnete, planten wir die Wanderung Monstein-Filisur. Entlang der tiefen Zügenschlucht (Landwasser) und dem Bärentritt, gelangten wir zur Bahnstation und Beizli Wiesen. Albert erkundigte sich über den weiteren Weg nach Filisur. Statt wie geplant über den uns bekannten Wiesner-Viadukt wurde ihm auch ein anderer Weg vorgeschlagen, den wir dann einschlugen. Irgendwann gelangten wir irrtümlich auf ein zum Teil steiles Nebenweglein das schlussendlich beim Bahngeleise endete! Wie nun weiter? Wir gingen neben dem Bahngeleise weiter, mussten einen kurzen Tunnel durchqueren und sahen dann tief unter uns den Wanderweg. Mit etlicher Mühe erreichten wir diesen Wanderweg. Auf der uns bekannten Restaurantterrasse Grischuna, neben der Bahnstation Filisur, stärkten wir uns mit einem guten Zvieri.
Samstag: Eine weitere Bahn- und Busfahrt nach Kloster Dorf und mit der Gondelbahn hinauf nach Madrisa. Wir wanderten zum Wasserfall und weiter zu Mässplatten, wo man eine grandiose Aussicht hat. Nur zu Dritt wanderten wir weiter zur Saaser Alp, wo uns zwei Pferde entgegenkamen, die lange neben uns her liefen.
Sonntag: Heimreise bei Regenwetter - macht nichts, wir hatten ja während der ganzen Woche gutes Wanderwetter. Charles, wir danken Dir vielmals für die Organisation und für die schönen Wanderungen!
