33. Veteranen-Zusammenkunft vom 16. Oktober im Freienhof

 „Die Jahre ziehen dahin als flögen sie davon“

Der Veteranenbund feierte bereits zum 33. mal seine Jahresversammlung. Der Obmann Ernst Grütter konnte 115 Teilnehmer im festlichen Freienhofsaal begrüssen. Traditionsgemäss wurde die Versammlung mit dem Turnerlied „Was ziehet so munter das Tal entlang“ gestartet.

Bei der Totenehrung erinnerte der Obmann an die im abgelaufenen Jahr verstorbenen Kameraden Hansruedi von Allmen, Erich Schluchter, Hans Müller und Moritz Gyr, drei waren 1939 am grossen LANDI-Turnfest in Zürich mit Stolz dabei gewesen. Der Vorstand hatte am Vortag die Gräber zur Freude der Angehörigen geschmückt, ein besonderer Kameradendienst.

Nach dem Appell, der Wahl der Stimmenzähler und dem Anhören des Protokolls der letzten HV, begann unser Obmann seinen Jahresbericht mit einer staatspolitischen Betrachtung, die kurz zusammengefasst lautete:

„Politische Parteien sind für unsere Demokratie unerlässlich. Es braucht dazu auch bestimmte Verhaltensregeln, um das Funktionieren der Einrichtungen zu sichern. Leider haben die politischen Parteien das Gemeinschaftswohl etwas aus den Augen verloren und damit in der Bevölkerung an Verständnis eingebüsst. Die saubere Trennung der Aufgaben zwischen der Legislative und Exekutive sollte besser funktionieren. Dabei spielen die Sensationsmedien leider eine zu wenig verantwortungsvolle Rolle -  im Gegenteil.

Unser Land braucht eine Regierung, die von ihren Herkunftsparteien unabhängig und stark genug ist, eine klare Linie zu finden, die dem gemeinsamen Wohl dient und  Vertrauen  gewinnt. – Im kleinen Rahmen erfüllt der Veteranenbund das Ziel

„Kollegialität und Solidarität zum Wohl aller“.

Die laufenden Geschäfte wurden in der Obmannschaft an sechs ordentlichen und einer ausserordentlichen Sitzung erledigt. Eine zentrale und zeitaufwendige, aber auch dankbare Rolle der Obmannschaft sind die Geburtstagsehrungen. Im ablaufenden Jahr konnten 85 Kameraden einen wichtigen Geburtstag feiern!

Die Mitgliederwerbung ist heute erschwert. Wir konnten 2004 nur ein neues Mitglied aufnehmen, verloren aber durch den Tod vier Treue, sodass der Gesamtbestand sich von 258 auf den neuen Bestand von 255 verminderte.

Im Berichtsjahr wurden unter der zuverlässigen Leitung von Emil Frey acht Anlässe mit Erfolg durchgeführt, und darüber in unserem „Thuner Turner“ ausführlich berichtet und bebildert.

 

Nun folgte der geschätzte HV-Brauch, die besondere Ehrung der Kameraden, die 100, 90, 85 und 80 Lebensjahre feiern konnten:

 

  • 100 Jahre feierte Gustav Haegler
  • 90 Jahre feierten EM Peter Klopfenstein, EM Louis Pichler und Werner Romang
  • 85 Jahre wurden EM Hans Schlatter, Alfred Guggisberg EM Kaspar Rhyner und Hans Rickenbacher
  • 80 Jahre erreichten Walter Kobi, Willy Barben, Alfred Bühlmann, Walter Bühlmann und Giacomo Semadeni.

Wie kameradschaftlich die Obmannschaft im Detail wirkt, zeigt der schöne Brauch, den „Geburtstagskindern“ je eine gute Flasche Wein mit schön angeschriebener Widmung zu schenken.

Der neue Kassier Ernst Köhli orientierte über die erfreuliche Finanzsituation unserer Veteranen-Organisation, trotzdem die Beiträge auf Freiwilligkeit basieren.

Der Rechnungsrevisor bestätigte die erfreuliche Bilanz des Kassiers.

Für das Jahr 2005 genehmigte die Versammlung CHF 1'500.- für die wichtige Nachwuchsförderung.

Das Traktandum Wahlen führte zum Ergebnis, dass der bisherige Rechnungsrevisor Ueli Jenni neu in die Obmannschaft gewählt und dafür FM Andrea Keller als Rechnungsrevisor erkoren wurde. Damit besteht die Obmannschaft für 2005 in folgender Zusammensetzung:

  • Ernst Grütter, Obmann
  • Ueli Jenni, Vizeobmann
  • Ernst Köhli, Kassier
  • Ruedi Reichenbach, Sekretär/Protokollführer
  • Emil Frey, Anlässe
  • Walter Aeschbacher, Peter Kämpf, René Latour, Fritz Mischler, Ruedi Berger und Fritz Stalder als Beisitzer

Dann orientierte Emil Frey zuerst über die erfolgreichen Anlässe von 2004, die im „Thuner Turner“ nachgelesen werden können. Anschliessend referierte er über die acht im neuen Jahr geplanten Anlässe, die separat bekannt gegeben werden. Der erste Anlass im 2005 beginnt mit einem Filmvortrag mit Fotogalerie unseres Redaktors Rinaldo Sommer und seiner Frau Silvia über ihr Kinderhilfswerk in Sri Lanka am Dienstag, 18. Januar.

Der Präsident des Stammvereins - Beat Zeller - nützt die Gelegenheit, um über das erfolgreiche Wirken im 2004 und die Absichten für 2005 des TV Thun überzeugend zu orientieren. Er dankt dem Veteranenbund herzlich für die kameradschaftliche Unterstützung für den Stammverein.

Als Einlage überraschte Rinaldo Sommer mit einer stark applaudierten Schnellsprech-Darbietung über ein australisches Känguruh.

Der Schlussgesang „Im Krug zum grünen Kranze“ schliesst die flotte Jahresversammlung und unser Obmann setzt mit seinem Schlussspruch

   „Kollegialität und Solidarität zum Wohle aller“

den Schlusspunkt des offiziellen Teils.      

Ein gut organisierter Apéro verführt zu lebhaften Gesprächen und Auffrischen von erfreulichen Erinnerungen. Dann folgt das gespendete und gut schmeckende Nachtessen.

Nach 20 Uhr verabschieden sich langsam die alten Kameraden mit dem guten Gefühl, einen erfreulichen gemeinsamen Turnerabend genossen zu haben. Unsere tatkräftige Obmannschaft mit ihrem ideenreichen, initiativen Obmann Ernst Grütter, hat einmal mehr bewiesen, dass unser Veteranenbund eine kraftvolle Organisation ist, die durch ihr vorbildliches Wirken eine starke Stütze des TV Thun ist und auch als gegenmittel gegen die Vereinsamung der alten Turner sichtbar wirkt. Dafür haben Obmann und Obmannschaft herzlichen Dank verdient.

Kaspar Rhyner