01/01/70

40. Veteranenzusammenkunft im Hotel Freienhof

Kaum zu glauben: Seit 40 Jahren gibt es bereits den "gwirbligen" Veteranenbund! In dieser langen Zeit hat er sich zu einem der aktivsten Sparten des Turnvereins Thun entwickelt, gehören ihm doch stattliche 224 Mitglieder an.

So war es nicht verwunderlich, dass  sich trotz anderen Anlässen und vielen Entschuldigungen über ein Drittel - nämlich 84 aufgestellte und gut gelaunte Veteranen - im Freienhof einfanden, um zu hören, was Obmann Ueli Jenni und seine Mannschaft zu bieten hatten.

Zusätzlich waren auch einige wichtige Gäste anwesend, wie unter anderem TVT-Präsident Beat Zeller und als "höchstdekoriertes" TVT-Mitglied Raphael Lanz, der als glänzend gewählter Stadtpräsident bei allen Veranstaltungen ein gern gesehener Gast  und als versierter Redner begehrt ist.

Dass die Geselligkeit und das Wirken im Veteranenbund auch als eine Art Kunst angesehen werden könne, sei nicht abzustreiten. Diese Bemerkung hat seinen Grund in der gleichzeitig stattgefundenen Kulturnacht, in der die halbe Innenstadt in  rosarotem Licht erstrahlte. Der Stapi verdankte auch die verschiedenen finanziellen Zuwendungen der Veteranen für den Turnernachwuchs, die unseren Jüngsten einen besseren Standard und wahrscheinlich auch bessere Leistungen ermöglichten. Dass er auch auf die Probleme der hirnlosen Petardenwerfer und anderer Störenfriede in der neuen Arena hinwies, zeigte eines der grossen Probleme der Stadtverwaltung.

Dass der ausführliche Jahresbericht von Obmann Ueli Jenni auf reges Interesse stiess, war selbstverständlich. Dass sich durch den Veteranenbund Mitglieder aus  den verschiedenen Abteilungen treffen, fördere die gute Kameradschaft und pflege teils langjährige Freundschaften.

Dass viele Mitglieder aus Sympathie die freiwilligen Beiträge erhöhen, zeuge vom gesunden Klima im Seniorenverein.

Bei der Totenehrung wurde den fünf verstorbenen Veteranen Werner Maier, Hansruedi Niederhäuser, Otto Lanz, Hans Forster und Charles Kilchenmann gedacht.

Ueli Jenni erwähnte die dankbare, aber zeitaufwendige Aufgabe, geburtstagfeiernde Veteranen ab 60 Jahren mit einem Besuch und Geschenk zu überraschen. Dies war im letzten Jahr 32 Mal der Fall…!

Ein weiterer schöner Brauch ist auch die Ehrung der über 80-jährigen Teilnehmer mit einer Flasche Wein. Zum Fototermin besammelten sie sich auf der Freienhofterrasse. Mit guten Augen und einer Lupe können die älteren Herren auf dem Bild der folgenden Seite eruiert werden…!

Höhepunkte im Vereinsjahr sind jeweils auch die Ausflüge und Wanderungen, die Peter Kämpf mit grossem Einsatz aussucht und bearbeitet. Im vergangenen Jahr waren das Wanderungen nach Spiez, auf dem Lötschentaler Höheweg und an die malerische "Chästeilet" im Justistal. Zusätzlich  wurde die Galerie für Illusionen   "Illusoria" in Ittigen, die Meteo Schweiz in Zürich, das bekannte Schloss Heidegg im Luzerner Seetal und die Festung "Waldbrand" in Beatenberg besucht. Dass jeweils Kaffehalte und ausgezeichnete Mittagessen nicht fehlen durften, stärkte die Moral und das gute Allgemeinempfinden.

Dass alle diese fröhlichen Unternehmungen unfallfrei verliefen - abgesehen von  etwaigen Unpässlichkeiten im obersten Teil des menschlichen Körpers - war auch der guten Vorbereitung von Kamerad Peter Kämpf zu verdanken, der die Ausflüge immer vorher "eigenfüssig" inspiziert, was auch an dieser Stelle dankend erwähnt sein!

Auch im Jahr 2012 gibt es wieder sieben Veranstaltungen. Höhepunkte sind der Besuch des SRF-Studios am Dienstag, 17. April in Bern und des CERN am Dienstag, 12. Juni in Genf. Daneben gibt es drei Wanderungen und eine Weindegustation im Wallis. Die Ausschreibungen erfolgen wie gewohnt rechtzeitig im "Thuner Turner".

Wie üblich wurden alle Traktanden rassig und alle Abstimmungen einstimmig erledigt und Ehrenmitglied Erich Tschabold als zusätzlicher Beisitzer gewählt.

Nach einem kurzweiligen Bericht des TVT-Präsidenten Beat Zeller - der auch für den Beitrag von Fr. 750 Franken an die Kosten des Vereinsblattes dankte, wurde der Aperitiv offeriert, bevor der offizielle Teil mit einem reichhaltigen Nachtessen "bis gnue" und anschliessendem Palaver abgeschlossen.

Bericht und Fotos Rinaldo Sommer